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Welche relevanten Lieferkettengesetze gibt es überhaupt?

Es gibt eine Reihe von relevanten Lieferkettengesetzen für Unternehmen, darunter:

  1. Das Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz – LkSG) in Deutschland

  2. Das Modern Slavery Act 2015 in Großbritannien

  3. Das California Transparency in Supply Chains Act (CA Transparency Act) in Kalifornien

  4. Das French Duty of Vigilance Law in Frankreich

  5. Das Dutch Child Labour Due Diligence Law in den Niederlanden

Diese Gesetze fordern Unternehmen auf, Maßnahmen zu ergreifen, um Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung in ihren Lieferketten zu verhindern. Die Gesetze unterscheiden sich in ihren Anforderungen, aber sie haben alle das Ziel, Unternehmen zu verantwortungsvollerem Handeln in ihren Lieferketten zu bewegen.

Das LkSG in Deutschland ist das erste Gesetz dieser Art in Europa. Es trat am 1. Januar 2023 in Kraft und gilt für alle Unternehmen mit mindestens 3.000 Mitarbeitern weltweit oder mindestens 1.000 Mitarbeitern in Deutschland und einem Jahresumsatz von mindestens 125 Millionen Euro. Das Gesetz verpflichtet Unternehmen, ein Risikomanagementsystem für ihre Lieferketten einzurichten und zu betreiben. Das Risikomanagementsystem muss die folgenden Elemente umfassen:

  1. Eine Risikoanalyse der Lieferkette

  2. Maßnahmen zur Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung

  3. Maßnahmen zur Reaktion auf Vorfälle von Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung

  4. Maßnahmen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Themen Menschenrechte und Umweltschutz

Unternehmen, die den Anforderungen des LkSG nicht nachkommen, können von Bußgeldern bis zu 2 % des Jahresumsatzes belangt werden.

Die anderen oben genannten Gesetze sind ähnlich aufgebaut, aber sie haben unterschiedliche Anforderungen. Das Modern Slavery Act 2015 in Großbritannien gilt für alle Unternehmen mit mindestens £36 Millionen Jahresumsatz. Das CA Transparency Act in Kalifornien gilt für alle Unternehmen, die in Kalifornien tätig sind und einen Jahresumsatz von mindestens $100 Millionen oder mehr als 500 Mitarbeiter haben. Das French Duty of Vigilance Law in Frankreich gilt für alle Unternehmen mit mindestens 5.000 Mitarbeitern weltweit oder mindestens 1.000 Mitarbeitern in Frankreich und einem Jahresumsatz von mindestens €100 Millionen. Das Dutch Child Labour Due Diligence Law in den Niederlanden gilt für alle Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mindestens €40 Millionen.

Die Gesetze über Lieferketten sind ein wichtiger Schritt zur Verringerung von Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung in den globalen Lieferketten. Sie stellen Unternehmen vor die Verantwortung, sich ihrer eigenen Rolle bei diesen Problemen bewusst zu werden und Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu lösen.

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